Medieninformation
In dieser Woche besuchte U.S. Generalkonsulin Preeti V. Shah den Landtagsabgeordneten für Remscheid und Radevormwald, Jens Nettekoven, im nordrhein-westfälischen Landtag, um sich mit ihm über seinen Afghanistan-Einsatz als Militärpolizist im Bundeswehrstandort Marmal bei Mazar-e-Sharif auszutauschen. Wie der Berufssoldat und heutige CDU-Landtagsabgeordnete war auch Preeti V. Shah, die im August 2024 ihr Amt als Generalkonsulin im US-Generalkonsulat Düsseldorf antrat, im Rahmen ihrer mehr als 20-jährigen Dienstzeit im diplomatischen Korps der USA in Afghanistan stationiert.
In dem fast zweistündigen Gespräch entwickelte sich ein angeregter Austausch über die persönlichen Erfahrungen ihres Auslandseinsatzes in Afghanistan. Den Afghanistan-Einsatz beschrieben die Diplomatin Shah und der aktuell freigestellte Soldat Nettekoven übereinstimmend als eines von unzähligen Beispielen für die seit über 75 Jahren bestehende enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation, in der auch Konstanten in den Beziehungen zwischen Washington und Berlin ins Wanken zu geraten drohen, sei es wichtig, die Notwendigkeit und Bedeutsamkeit der transatlantischen Beziehungen hervorzuheben.
U.S. Generalkonsulin Shah sieht Deutschland als eine führende Kraft in Europa und einen unverzichtbaren Bündnispartner, der gut aufgestellt sei, um innerhalb der NATO eine größere Rolle zu übernehmen. Darüber hinaus seien beide Nationen durch ein umfangreiches wirtschaftliches Netzwerk eng miteinander verbunden – immerhin sei Deutschland der drittgrößte Investor in den Vereinigten Staaten.
Nettekoven hob seinerseits die militärische Sicherheit hervor, die das sicherheitspolitische Engagement der Vereinigten Staaten über Jahrzehnte hinweg für Deutschland und Europa bedeutet habe. Russlands Angriff auf die Ukraine habe uns Europäern deutlich vor Augen geführt, dass wir unsere Militärausgaben erhöhen müssen.
„Wir haben begonnen, die Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr zu erhöhen, aber wir sind noch nicht da, wo wir sein müssen. Gerade deshalb ist eine starke militärische Präsenz der Vereinigten Staaten in Europa für die Sicherheit des Westens unverzichtbar. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, wir selbst müssen als Land bereit sein, unsere freiheitliche Demokratie gegen äußere Bedrohungen zu verteidigen“, betont Nettekoven.
Der persönliche Austausch mit der U.S. Generalkonsulin wird dem CDU-Abgeordneten, der seit langen Jahren Mitglied der Parlamentariergruppe NRW-USA des nordrhein-westfälischen Landtags ist, noch lange im Gedächtnis bleiben. Auch für die US-amerikanische Praktikantin Hanna Nguyen, die aktuell im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses bei einer Gastfamilie in Radevormwald lebt, war die Begegnung mit Generalkonsulin Shah der absolute Höhepunkt ihres Praktikums im Landtagsbüro. „Nur wenige Schüler haben die Gelegenheit, ein Vieraugengespräch mit einer so hochrangingen Diplomatin des U.S. State Departements aus nächster Nähe erleben zu dürfen. Ich bin Generalkonsulin Preeti V. Shah und Jens Nettekoven sehr dankbar, dass beide mir eine Teilnahme an diesem Gespräch ermöglicht haben. Das war ein einzigartiges Geschenk fünf Tage vor meinem 18. Geburtstag“, freut sich Hanna Nguyen.
Bildnachweis: Landtagsbüro MdL Nettekoven