Medieninformation
Beim 8. Parlamentarischen Abend „Schützenbrauchtum Nordrhein-Westfalen“ begrüßte der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Nettekoven am Dienstagabend drei Gäste aus seinem Wahlkreis im Düsseldorfer Landtag. Der 1. Vorsitzende Uwe Altgeld, die Schützenkönigin Taira Freudenberg und der Kassierer Wolfgang Sollai vertraten den Schützenverein Radevormwald 1708 e.V. bei dem traditionellen Empfang, der ganz im Zeichen des Schützenbrauchtums und des ehrenamtlichen Engagements stand.
Nach dem Großen Zapfenstreich bot der Abend Gelegenheit für einen intensiven Austausch über die aktuellen Herausforderungen der Vereinsarbeit und die konkreten Anliegen des Radevormwalder Schützenvereins. Ein zentrales Gesprächsthema waren die Kosten für die anstehende Restaurierung der historischen Vereinsfahne, die es für die kommenden Schützengenerationen zu erhalten gilt. „Wenn ein Verein auf mehr als 300 Jahre Geschichte zurückblicken kann, dann ist das etwas ganz Besonderes. Eine solche Fahne ist weit mehr als ein Stück Stoff. Sie steht für Generationen von Menschen, die gesellschaftliche Verantwortung übernommen und das Schützenwesen in Radevormwald in die Zukunft getragen haben. Sofern ich mit meiner politischen Arbeit einen Beitrag leisten kann, dieses kulturelle Erbe zu bewahren und dabei die finanziellen Lasten für den Schützenverein mit einer Landesförderung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, werde ich dies gerne tun“, erklärt Jens Nettekoven.
Gerade traditionsreiche Vereine stehen vor der Herausforderung, ihre Vereinsstätten und ihr Brauchtum zu erhalten, neue Mitglieder zu gewinnen und gleichzeitig die finanziellen Belastungen für die bestehenden Mitglieder in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Dass die Schützenvereine sich auf die Unterstützung der Landesregierung verlassen können, zeigt auch die NRW-Sportstättenförderung. Mit entsprechenden Förderprogrammen unterstützt das Land die Modernisierung, Sanierung und Weiterentwicklung von Sportstätten und vereinseigenen Anlagen. Auch die Radevormwalder Schützen haben bereits von dieser Unterstützung profitiert. Für Jens Nettekoven sind diese Förderprogramme ein wichtiges Beispiel dafür, wie Landespolitik ganz konkret vor Ort wirken kann. „Unsere Vereine brauchen nicht nur Anerkennung und wohlwollende Worte, sondern auch verlässliche Rahmenbedingungen und konkrete Unterstützung. Die Sportstättenförderung des Landes Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, dass wir damit direkt bei den Vereinen etwas bewegen können. Davon profitieren nicht nur die Mitglieder, sondern letztlich das gesellschaftliche Miteinander vor Ort“, so Nettekoven.
Ein weiteres wichtiges Thema des Abends war die Zukunft des Ehrenamts und die zunehmenden Anforderungen an die ehrenamtlich tätigen Vereinsverantwortlichen. Denn hinter einem funktionierenden Vereinsleben steckt weit mehr, als bei Festen und Veranstaltungen nach außen sichtbar wird. Vorstandsarbeit, Organisation, Finanzierung, rechtliche Vorgaben, Nachwuchsgewinnung und die Unterhaltung der Vereinsstätten erfordern Zeit, Fachwissen und vor allem Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich zu engagieren.
„Man muss schon ein bisschen positiv verrückt sein, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Wer einmal Verantwortung in einem Verein übernommen hat, weiß, dass damit unzählige Stunden Arbeit und oftmals auch schwierige Entscheidungen verbunden sind. Und trotzdem gibt es Menschen, die genau das mit großer Begeisterung machen. Vor diesen Ehrenamtlern habe ich höchsten Respekt. Denn unsere Vereine sind ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie verbinden Generationen, fördern Verantwortungsbewusstsein und schaffen Begegnungen zwischen Menschen. Gerade in einer Zeit, in der der gesellschaftliche Zusammenhalt immer wieder auf die Probe gestellt wird, brauchen wir Menschen wie Uwe Altgeld, Schützenkönigin Taira Freudenberg und Wolfgang Sollai, die sich füreinander einsetzen. Deshalb müssen wir alles daransetzen, ehrenamtliches Engagement zu erleichtern, statt es durch immer neue Anforderungen zusätzlich zu erschweren“, betont Nettekoven.